Sechs Jahre bis zum ersten Sprung

Es dauerte nur wenige Minuten, bis die ersten Turnerinnen Anlauf nahmen und in den neuen
Schnitzelgruben landeten. Für die Gäste war es eine beeindruckende Vorführung. Für die
Turnerinnen der Turnschule NeckarGym Nürtingen e.V. war es vor allem der Moment, auf den viele
von ihnen lange gewartet hatten. Denn hinter den Sprüngen stecken Jahre der Planung,
zahlreiche Herausforderungen und das gemeinsame Ziel, den Verein sportlich weiterzuentwickeln.
Mit der offiziellen Einweihung konnte die Turnschule Ende Juli ein Projekt abschließen, das bereits
2020 seinen Anfang genommen hatte. Mitglieder des Vereins, Unterstützer, Vertreter regionaler
Unternehmen sowie Gäste aus Politik und Sport waren nach Neckartenzlingen gekommen, um
diesen Meilenstein gemeinsam zu feiern.

Ein langer Weg bis zur Fertigstellung

Die Idee entstand vor sechs Jahren. Damals fassten die Vorstandsvorsitzende Susanne Tittel und
Finanzvorständin Anna Henzler den Entschluss, die Trainingsbedingungen für die Turnerinnen
nachhaltig zu verbessern und eine Anlage zu schaffen, die im täglichen Training ganz neue
Möglichkeiten eröffnet.
Aus den ersten Gesprächen entwickelte sich schnell ein umfangreiches Bauprojekt. Es folgten
Planungen, Abstimmungen mit Behörden, Genehmigungsverfahren und die Suche nach einer
tragfähigen Finanzierung. Die Corona-Pandemie brachte zusätzliche Verzögerungen mit sich.
Gleichzeitig stiegen die Baukosten deutlich an. Immer wieder mussten Planungen angepasst und
neue Lösungen gefunden werden.
Während der Einweihung ließ Anna Henzler den Weg von der ersten Idee bis zur Fertigstellung
noch einmal Revue passieren. Dabei wurde deutlich, wie viele Entscheidungen, Gespräche und
Arbeitsschritte notwendig waren, bis schließlich die ersten Turnerinnen in die neue Schnitzelgrube
springen konnten.
Für Susanne Tittel war dieser Tag auch persönlich ein besonderer Moment. Während ihrer
Ansprache wurde mehrfach spürbar, wie eng sie das Projekt über die vergangenen Jahre begleitet
hatte. Die Freude über die Fertigstellung war ihr deutlich anzumerken. Mit der Eröffnung ging für
sie und viele weitere Beteiligte ein lang gehegter Traum in Erfüllung.

Die neue Schnitzelgrube zeigt sofort ihren Nutzen

Nach den Eröffnungsreden gehörte die neue Anlage den Turnerinnen.
Athletinnen aus den STB- und DTB-Ligen demonstrierten an Boden, Sprung, Stufenbarren und
Trampolin, wie künftig mit den Schnitzelgruben trainiert wird. Die Gäste konnten unmittelbar
erleben, welchen Unterschied eine solche Anlage im Trainingsalltag macht.
Anspruchsvolle Elemente wie Doppelsalti am Boden, Yurchenko-Sprünge oder schwierige
Barrenabgänge lassen sich nun Schritt für Schritt aufbauen. Die weichen Schaumstoffwürfel
ermöglichen es, neue Bewegungen zunächst unter sicheren Bedingungen zu erlernen, bevor sie
später auf der Wettkampffläche gezeigt werden.
Wer die Vorführungen verfolgte, verstand schnell, weshalb sich so viele Turnerinnen auf diesen
Moment gefreut hatten. Die Schnitzelgrube schafft Sicherheit, nimmt die Hemmung vor neuen
Übungen und eröffnet Möglichkeiten, die bisher nur eingeschränkt vorhanden waren. Gleichzeitig
bringt sie ein Stück Leichtigkeit ins Training. Wer einmal in einer Schnitzelgrube gelandet ist,
versteht schnell, warum viele Turnerinnen dabei vom Gefühl des Fliegens sprechen.
Viele Gäste nutzten anschließend die Gelegenheit, sich die neue Anlage aus nächster Nähe
anzusehen und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde deutlich, wie
groß die Anerkennung für das gesamte Projekt war. Besonders beeindruckte viele, dass eine
Baumaßnahme dieser Größenordnung durch das Zusammenspiel von Ehrenamt, regionalen
Unternehmen, Förderern und zahlreichen Unterstützern verwirklicht werden konnte. Immer wieder
wurde hervorgehoben, wie wichtig solche Investitionen für die Kinder- und Jugendarbeit sind.

Mehr Möglichkeiten für den gesamten Verein

Von der neuen Anlage profitieren alle Trainingsgruppen der Turnschule NeckarGym. Seit der
Fertigstellung gehört die Schnitzelgrube selbstverständlich zum Trainingsalltag.
Die jüngeren Turnerinnen können neue Bewegungsabläufe frühzeitig und mit deutlich mehr
Sicherheit erlernen. Fortgeschrittene Athletinnen haben bessere Voraussetzungen, schwierige
Elemente gezielt aufzubauen und sich auf Wettkämpfe vorzubereiten. Viele Übungen lassen sich
heute häufiger trainieren als noch vor wenigen Jahren.
Die Schnitzelgrube verändert den Trainingsalltag spürbar. Sie schafft Bedingungen, die den
Anforderungen des modernen Gerätturnens entsprechen und den Turnerinnen ermöglichen, sich
Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Ein Projekt, das viele möglich gemacht haben
Ein Bauprojekt wie dieses entsteht nicht von allein. Über mehrere Jahre hinweg haben zahlreiche
Unternehmen, Förderer und Unterstützer ihren Beitrag geleistet. Viele Betriebe aus der Region
begleiteten das Vorhaben mit ihrem Fachwissen und ihrer Arbeit. Gemeinsam mit Gymnova
entstand dabei das erste Projekt dieser Art, dass das Unternehmen in Deutschland Süd gemeinsam mit
einem Verein umgesetzt hat.
Die Turnschule NeckarGym Nürtingen e.V. bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für ihre
Unterstützung und ihr Vertrauen. Ohne dieses Engagement wäre die Umsetzung der
Schnitzelgrube nicht möglich gewesen.


Unser besonderer Dank gilt:

Der erste Sprung war erst der Anfang

Mit der Einweihung endete die Bauphase. Für die Turnerinnen begann an diesem Tag jedoch ein
neues Kapitel.
Was über Jahre auf Plänen entstand, wächst heute mit jedem Training weiter. Die Schnitzelgrube
ist längst fester Bestandteil des Vereinslebens geworden. Hier werden neue Elemente ausprobiert,
erste Unsicherheiten überwunden und Erfolgserlebnisse gefeiert. Die vielen Stunden
ehrenamtlicher Arbeit, die Unterstützung zahlreicher Partner und das gemeinsame
Durchhaltevermögen haben einen Ort geschaffen, an dem künftig Generationen von Turnerinnen
trainieren werden.

von der Nachwuchslliga bis zu den Seniorinnen, alle zeigten wozu die Schnitzelgrube gebraucht wird
von der Nachwuchslliga bis zu den Seniorinnen, alle zeigten wozu die Schnitzelgrube gebraucht wird