Vizemeisterschaft für NeckarGym in der 2. Bundesliga

Die Turnerinnen der Turnschule Neckar-Gym Nürtingen haben eine herausragende Saison geturnt: Nach vier spannenden Wettkämpfen sicherte sich das Team die Vizemeisterschaft in der Zweiten Bundesliga – ein großartiger Erfolg für den Nürtinger Verein, der einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellte.
Der Meistertitel ging – wie erwartet – an die TSG Berlin-Steglitz, die sich mit konstant starken Leistungen und insgesamt 56 Tabellenpunkten sowie 745,70 Wertungspunkten den Aufstieg in die Erste Bundesliga verdiente. Hinter Nürtingen (34 Punkte) landete Leipzig mit 32 Punkten auf Rang drei. Die TG Breisgau und der TuS Wüllen müssen den Gang in die Dritte Liga antreten.
Im letzten Saisonwettkampf am Samstag in Esslingen bewiesen die NeckarGym-Turnerinnen großes Kämpferherz und steigerten sich deutlich gegenüber dem vorherigen Wettkampftag. Mit 173,05 Punkten erturnte das Team den dritten Platz. Berlin setzte sich mit 185,05 Punkten erneut an die Spitze. Für Unterföhring, der zuletzt auf einem Abstiegsplatz gestanden hatte, gelang mit 177,60 Punkten ein bemerkenswerter Befreiungsschlag und der Sprung auf Rang zwei.
Glanzpunkte am Stufenbarren
Der Auftakt am Stufenbarren verlief vielversprechend. Sina Tittel überzeugte mit einer anspruchsvollen und sauber ausgeführten Übung, die mit 10,20 Punkten belohnt wurde. Celice Robotka und Antonia Bisch präsentierten sichere und fehlerfreie Übungen (10,30 bzw. 8,90 Punkte). Meolie Jauch zeigte die mit Abstand schwierigste Übung des Tages und erhielt verdiente 11,90 Punkte.
Jüngste Turnerin zeigt Nervenstärke
Am Schwebebalken glänzte die erst zwölfjährige Zoe Arendt mit einer der schwierigeren Übungen des Wettkampfs. Mit 11,75 Punkten erturnte sie die höchste Wertung der Nürtingerinnen. Auch Robotka erhielt für ihre souveräne Vorstellung starke 10,00 Punkte. Unfreiwillige Abgänge bei Dilara Albayrak und Jauch verhinderten höhere Wertungen (9,15 und 8,70 Punkte), schmälerten jedoch nicht den positiven Gesamteindruck.
Top-Auftritt am Boden
Mit 45,15 Punkten erzielte die Turnschule das drittbeste Teamergebnis am Boden. Höhere Schwierigkeiten, darunter mehrere Doppelsaltos, und eine überzeugende Ausführung führten zu starken Wertungen für Jauch (12,10 Punkte) und Malea Kiedaisch (11,05 Punkte). Albayrak (10,60) präsentierte ebenfalls eine anspruchsvolle Übung, musste nach einem missglückten Doppelsalto jedoch Abzüge hinnehmen. Besonders beeindruckend war der erste Bodeneinsatz von Arendt, die ihre schwierige Übung fehlerfrei turnte und dafür 11,40 Punkte erhielt.
Solide Leistungen am Sprung
Am letzten Gerät, dem Sprung, zeigten Kiedaisch (11,85), Nora Treven (11,60) und Bisch (11,45) routinierte Tsukahara-Sprünge. Jauch präsentierte einen gestreckten Yurchenko und erhielt starke 12,10 Punkte. Auch wenn die 47,00 Mannschaftspunkte nicht ganz an die Spitzenleistung des vorherigen Wettkampfs heranreichten, war der Auftritt insgesamt überzeugend.
Als beste Vierkämpferin des Wettkampfs wurde die österreichische zweimalige WM-Teilnehmerin Leni Bohle aus dem Team der Unterföhringer geehrt. Sie errang 49,35 Punkte. Platz zwei und drei gingen an Alena Tefiki (45,30) und Anna Gemza (44,85), die beide für Großhansdorf starteten. Mit 44,80 ging der vierte Platz an Meolie Jauch von der Turnschule NeckarGym Nürtingen.
Erneuter Klassenerhalt und historischer Erfolg
Im dritten Jahr in der Zweiten Bundesliga bestätigte die Turnschule Neckar-Gym Nürtingen eindrucksvoll ihre Zugehörigkeit zur Liga – und setzte mit der Vizemeisterschaft ein deutliches Ausrufezeichen. Vorstand und Trainer zeigten sich hochzufrieden mit den gezeigten Leistungen und der positiven Entwicklung des Teams.
